Störung der Darmflora

Kennen Sie das auch? Immer wiederkehrende Bauchbeschwerden mit:

  • Blähbauch und Völlegefühl?
  • Durchfall und Verstopfung?
  • Saures Aufstoßen und Magenbeschwerden?

Oder

  • Hautprobleme, Nesselsucht, Infektanfälligkeit, Herzklopfen, das Gefühl nicht richtig durchatmen zu können?

Oder

  • Pollenallergien und Asthma?

Oder gar

  • Rheumatische Beschwerden, Kopfschmerzen, Stimmungsschwankungen bis hin zu depressiven Verstimmungen?

Dann liegt häufig die Ursache im Darm !!!

Darmflora

Über die ausgedehnte Darmoberfläche hat der Köper den größten Kontakt zur Außenwelt.

Durch eine große Menge von Darmbakterien erfolgt eine Zerlegung der aufgenommenen Nahrung, womit die einzelnen Nährstoffe dem Körper zugänglich gemacht werden. Diese können dann über die Darmschleimhaut aufgenommen und verwertet werden. Im Darm stehen normalerweise die Darmbakterien in einem Gleichgewicht, wodurch eine funktionierende Verdauung gewährleistet wird. Durch den Darminhalt wird der Darm mit einer Vielzahl von Einflüssen konfrontiert, gegen die er sich u. a. über eine funktionierende Darmschleimhaut und die sie besetzende Bakterienflora schützt.

Da sich ein Großteil des Immunsystems im Bereich des Darms befindet, kommt es hier zu einer intensiven Auseinandersetzung mit Außeneinflüssen über den Darminhalt und damit zur Modulierung des Immunsystems.

Über die Einwirkung von Antibiotica und anderen Medikamenten, Stress, Fehlernährung, Einwirkung von Schwermetallen, Chemo- und Bestrahlungstherapie kommt es zur Schädigung der Darmflora mit. Folge von u. a.

  • Verdauungsbeschwerden
  • Immunstörungen
  • Allergien
  • Hauterkrankungen
  • rheumatischen und Muskelbeschwerden
  • Autoimmunerkrankungen
  • Leistungsminderung mit Abgeschlagenheit und Müdigkeit bis hin zu depressiven Verstimmungen.
  • Auch der Entwicklung von Tumoren kann der Weg gebahnt werden.

Nahrungsmittelallergien

Zwischen der Schädigung der Darmschleimhaut und Nahrungsmittelunverträglichkeiten, aber auch Nahrungsmittelallergien bestehen Zusammenhänge:

Über eine entzündlich geschädigte Darmschleimhaut kommt es zur Durchlässigkeit des Darmes, die zum Übertritt von Stoffen aus dem Darm führt. Dabei kommt es über den Kontakt mit dem körpereigenen Immunsystems zu Abwehrreaktionen. Fortwährende Aufnahme der damit unverträglich gewordenen Nahrungsmittel führt zur chronischen Entzündung der Darmschleimhaut.

IgE-vermittelte Allergien als Immunreaktion vom Sofort-Typ finden sich als „Kreuzallergie“ zu Pollenallergien. Diese können zu Nesselsucht oder sogar zu allergischem Schock führen.

IgG/IgG4-Antikörper werden gegen verschiedene Nahrungsmittel gebildet und stellen eine Immunreaktion vom verzögerten Typ dar. Hohe Antikörpertiter machen dann ein zumindest zeitweises Auslassen dieser Nahrungsmittel notwendig, um die Darmschleimhaut abzuheilen und wieder dicht zu machen.

Darmflora-Analyse

Um den Störungen auf die Spur zu kommen müssen mehrere Dinge bedacht werden. Ein zentraler Ansatzpunkt ist dabei die Darmflora-Analyse.

Die Untersuchung einer Stuhlprobe gibt nicht nur einen Überblick über die Zusammensetzung einzelner Darmbakterien, sondern auch Hinweise auf die Anwesenheit von Pilzen, die Immunität, das Vorliegen von Nahrungsmittelallergien, Gesundheit der Darmschleimhaut, wie auch auf die Verdauungsstoffe und Verdauungsrückstände.

Darmsanierung

Nach Feststellung der vorliegenden Störungen geht es anschließend darum, das aus den Fugen geratene Gleichgewicht wieder herzustellen (Darmsanierung).

Dieses geschieht auf drei Wegen:

  • Anpassung der Ernährung
  • Verbesserung der Verdauung
  • Gabe von Darmbakterien (Probiotica)

Dabei wird über eine Änderung der Ernährungsweise und eine Stimulierung der Verdauung die Voraussetzung für eine verbesserte Bakterienbesiedlung geschaffen.

Über die zugeführten Probiotica wird eine Anreicherung der entsprechenden Bakterien im Darm und an der Darmschleimhaut ermöglicht und so das bakterielle Gleichgewicht im Darm wieder hergestellt. Das intakte Gleichgewicht der Darmflora hat wichtigen Einfluß auf Genaktivität und Immunfunktionen.

Da Verbindungen des Verdauungssystems zum Gehirn bestehen, werden hierüber auch wichtige Funktionen des zentralen Nervensystems gesteuert („Bauchgehirn“).

In Bezug auf Nahrungsmittelunverträglichkeiten wird eine Liste der betreffenden Nahrungsmittel erstellt.

Darüber kommt es zur Steigerung des körperlichen und seelischen Wohlbefindens und Leistungsfähigkeit.

​​​​​​​Die Aufrechterhaltung eines ungestörten Gleichgewichts der Bakterienflora im Darm ist von wesentlicher Bedeutung für den gesamten Organismus.

 

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